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Lebensmittelenzyme für die Lebensmittelindustrie  Lebensmittelenzyme für die Lebensmittelindustrie
Verfasst von Marcel Anft
09.02.2026

Lebensmittelenzyme für die Lebensmittelindustrie

Kontaktperson

Lebensmittelenzyme für die Lebensmittelindustrie

Marcel Anft

Senior Sales & Product Manager

IMPAG Import GmbH

+49 69 850 008-145E-mail LinkedIn

Enzyme werden in der Lebensmittelindustrie gezielt eingesetzt, um technologische Prozesse zu unterstützen und zu steuern. Sie wirken als biokatalytisch aktive Proteine und ermöglichen spezifische Umsetzungen von Rohstoffbestandteilen wie Stärke, Proteinen oder pflanzlichen Zellwandstrukturen. 

Enzyme werden lebensmittelrechtlich als Lebensmittelenzyme eingeordnet. Ihr Einsatz erfolgt anwendungs- und produktspezifisch und unterliegt den jeweils geltenden lebensmittelrechtlichen Vorgaben.

IMPAG bietet Enzymlösungen für unterschiedliche Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung und unterstützt bei der technologischen Auswahl sowie der regulatorischen Einordnung. 

 

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Wie werden Enzyme eingesetzt? 

In der Praxis werden Enzyme in der Lebensmittelindustrie häufig als Prozesshilfsmittel eingesetzt. Das bedeutet, dass sie während der Herstellung eine technologische Funktion erfüllen, im weiteren Prozess jedoch inaktiviert oder entfernt werden und im Endprodukt keine technologische Wirkung mehr ausüben.

Je nach Anwendung können Enzyme jedoch auch im Endprodukt verbleiben. In diesen Fällen ist eine separate lebensmittelrechtliche Bewertung erforderlich, insbesondere im Hinblick auf Zulassung, Verwendungszweck und Kennzeichnung.

Der Einsatz von Enzymen erfolgt daher stets einzelfallbezogen und ist abhängig von: 

  • der technologischen Funktion,
  • der Prozessführung,
  • der Art des Endprodukts,
  • sowie den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben. 

 

Warum Enzyme einsetzen? 

Der gezielte Einsatz von Enzymen kann in verschiedenen Stufen der Lebensmittelverarbeitung technologische Vorteile bieten: 

  • Unterstützung definierter Prozessschritte,
  • Verbesserung der Prozessstabilität und Reproduzierbarkeit,
  • Effizientere Nutzung von Rohstoffen,
  • Anpassung physikalischer Eigenschaften, z. B. Viskosität oder Filtrierbarkeit,
  • Verkürzung von Prozesszeiten,
  • Beitrag zu ressourcenschonenden Herstellungsverfahren. 

Enzyme wirken dabei hochspezifisch auf bestimmte Substrate und ermöglichen kontrollierte biochemische Umsetzungen. 

Enzyme – kurz erklärt

Enzyme sind Proteine biologischen Ursprungs, die chemische Reaktionen beschleunigen, ohne selbst verbraucht zu werden. In der Lebensmittelverarbeitung werden sie eingesetzt, um komplexe Rohstoffbestandteile gezielt umzuwandeln oder aufzuschließen.

 

Rechtlich gelten Enzyme als Lebensmittelenzyme, unabhängig davon, ob sie als Prozesshilfsmittel eingesetzt werden oder – je nach Anwendung – im Endprodukt verbleiben. 

Enzymklassen und technologische Funktionen 

Je nach Substrat und gewünschter technologischer Wirkung kommen unterschiedliche Enzymklassen zum Einsatz: 

  • Amylasen - Abbau von Stärke, Beeinflussung der Viskosität,
  • Glucoamylasen und Pullulanasen - Umwandlung von Dextrinen in fermentierbare Zucker,
  • Proteasen - Modifikation von Proteinstrukturen,
  • Lipasen - Umsetzung von Fetten und fettähnlichen Substraten,
  • Pektinasen und Cellulasen - Abbau pflanzlicher Zellwandbestandteile, Unterstützung von Klär- und Filtrationsprozessen,
  • Lactasen - Hydrolyse von Laktose,
  • Transglutaminasen - Enzymatische Vernetzung von Proteinen.

Die Auswahl des geeigneten Enzyms erfolgt stets in Abhängigkeit von Rohstoff, Prozessführung und gewünschter technologischer Funktion. 

 

Einsatzbereiche in der Lebensmittelverarbeitung 

Je nach Substrat und gewünschter technologischer Wirkung kommen unterschiedliche Enzymklassen zum Einsatz.

Typische Anwendungen:

Backwaren

Technologische Unterstützung von Teig- und Backprozessen.

  • Teigkonditionierung
  • Steuerung von Gär- und Backprozessen
  • Beeinflussung von Teigeigenschaften
Alle anzeigen

Molkereiprodukte und Milchverarbeitung

Gezielte enzymatische Umsetzungen in der Milch- und Käseverarbeitung.

  • Käseherstellung und -reifung
  • Herstellung laktosereduzierter Produkte
  • Prozessunterstützung 
Alle anzeigen

Fleisch, Fisch und Geflügel

Enzymatische Unterstützung bei der Proteinverarbeitung.

  • Strukturierung und Bindung
  • Prozessunterstützung bei zusammengesetzten Erzeugnissen 
Alle anzeigen

Getränke, Fruchtsäfte und Wein

Unterstützung bei der Rohstoffaufbereitung und Weiterverarbeitung.

  • Saftgewinnung und -klärung
  • Verbesserung der Filtrierbarkeit
  • Prozessstabilisierung
Alle anzeigen

Brauerei und Fermentation

Unterstützung enzymatischer Umwandlungsprozesse.

  • Stärkeabbau
  • Unterstützung der Fermentierbarkeit
  • Prozesskontrolle
Alle anzeigen

Produktformen 

Enzyme stehen – abhängig von Anwendung und Prozess – in unterschiedlichen Formen zur Verfügung:

  • Flüssig,
  • Pulverförmig,
  • Granuliert.

Die Auswahl erfolgt anwendungs- und prozessspezifisch. 

 

Regulierung und rechtliche Einordnung 

Lebensmittelenzyme unterliegen spezifischen lebensmittelrechtlichen Regelungen. 
Der Einsatz erfolgt anwendungsabhängig und unter Berücksichtigung der jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben, einschließlich Übergangsregelungen.

Je nach Anwendung werden Enzyme eingesetzt: 

  • als Prozesshilfsmittel, oder
  • in Anwendungen, die eine separate lebensmittelrechtliche Bewertung erfordern.

IMPAG unterstützt bei der regulatorischen Einordnung, Deklaration und anwendungsspezifischen Bewertung.

Unser Service – mehr als nur Produkte

  • Anwendungstechnische Beratung,
  • Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Enzymlösungen,
  • Begleitung von Versuchen und Scale-up,
  • Prozessbezogene technische Unterstützung.

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